Kühlung

Die Kühlung von Wohnräumen in den Sommermonaten gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Auf Grund gestiegener Wünsche nach höherem Wohnkomfort verbunden mit der beginnenden globalen Klimaerwärmung fragen immer mehr Kunden nach Möglichkeiten einer Kühlung mit dem Heizsystem.

Eine häufig angewandte Form in öffentlichen Bauten und Büros als auch in neugebauten Wohnhäusern ist die konvektive Luftkühlung mit Zwangsbelüftung. Diese bietet möglicherweise Kostenvorteile, birgt aber gesundheitliche und bauphysikalische Risiken durch die erzeugte Luftströmung und insbesondere bei unzureichendem Filterwechsel.

Form der Raumkühlung mit überwiegendem Strahlungsanteil und nur geringer Luftbewegung lässt sich mit Flächenheiz- bzw. –kühlsystemen realisieren.

Dabei lassen sich Kühl-(Heiz)-flächen in Decke, Wand und Fußboden nutzen, die Raumtemperatur wird ohne Luftzugerscheinungen und Staubverwirbelung bzw. Erregereintrag in die Raumluft abgesenkt.

Wie auch beim Beheizen kommen hier die Vorteile der Ripal®-Aluminium-Wärmeleitbleche zum Tragen. Die gesamte Fläche kann Wärme aufnehmen und über die gut wärmeleitenden Bleche an das Kühlmedium (Heizungswasser) ableiten und somit eine gute Kühlleistung erreichen. Aus physiologischer Sicht sehen wir vor allem für Wand- und Deckenflächen eine sinnvolle Nutzung zur Kühlung bei schon geringen Temperaturunterschieden zur Raumtemperatur.

Es wird keine zusätzliche Anlagentechnik benötigt, lediglich die Raumthermostate müssen auch für eine Kühlfunktion ausgelegt sein, da bei Kühlen das Regelverhalten quasi „gespiegelt“ ist. Beim Kühlen werden bei Annäherung an die gewünschte Raumtemperatur von oben die Stellantriebe geschlossen.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall auch die Installation von Taupunktfühlern, um Schwitzwasser zu vermeiden.

Eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit der Kühlung ohne zusätzliche Anlagentechnik bieten moderne Wärmepumpen, die zur Kühlung durch „Umkehrung“ des Prozesses eingesetzt werden können. Für Wärmepumpen, die mit Erdwärme gespeist werden, bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit der Pufferung von Wärme im Erdreich zur Verminderung von Vereisungen und Steigerung des heiztechnischen Wirkungsgrad für die Heizperiode.

Die Bedeutung von Wärmepumpen in Deutschland lässt sich mit folgenden Zahlen belegen.

Im Jahr 2005 wurden in Deutschland etwa 19.000 Wärmepumpen in Neubauten installiert, was einem Anteile von 10 % an neu zugelassenen Heizungsanlagen entspricht. In 2008 waren es bereits 62.500 (über 30 % Anteil), Tendenz steigend. Zum Vergleich dazu liegt der Anteil in der Schweiz bei 75 %.